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Brauereispezifische Reststoffe

Treber

Die Treber setzen sich auf Grund des zuvor beschriebenen Prozesses aus den ungelösten Stoffen des Brauprozesses zusammen. Aus 100 kg Malz entstehen 120 bis 130 kg Nasstreber und setzen sich wie folgt zusammen. Pro hL Bier fallen 24 kg an organischen Nebenprodukten an. Diese haben ein Biogaspotential von ca. 3,4 m3 mit einem Methangehalt von ca. 60 %. Dies entspricht einem Heizwert von 73 MJ. In einer konventionellen Biogasanlage können ca. 120 m3 Biogas pro Tonne Frischmasse gewonnen werden.

In Abhängigkeit der Schüttung beim Brauprozess entstehen somit je hL rund 20 bis 22 kg Nasstrebern, die sich zu rund 65 % aus Lignozellulose und bis zu 28 % aus Proteinen zusammen.

Brauereispezifische Reststoffe

Neben produktspezifischen Reststoffen wie Malztrub, Kühltrub, Kieselgur, Heißtrub, Hefe, Geläger und Trebern fallen auch nicht unmittelbar produktionsspezifische organische Abfälle an, wie Kartonagen, Pappe, Papier und Altetiketten. Bei den Altetiketten muss darauf geachtet werden, dass eventuelle Störstoffe den anaeroben Prozess nicht zu sehr hemmen. Darüber hinaus muss garantiert werden, dass nach der anaeroben Fermentation keine Einschränkungen in Folge der Zusammensetzung an Stoffen bei der Verwertung der Gärreste erfolgen, beispielsweise bei der Ausbringung der Gärsubstrate als Dünger.

Die produktionsspezifischen Nebenprodukte und andere organische Reststoffe eignen sich unter anderem für die Verwertung durch anaerobe Fermentation. Hierbei muss angemerkt werden, dass die meisten Brauereien den Heiß- und Kalttrub zur abfallenden Trebermenge hinzugeben und somit alles gleichzeitig entsorgt wird.

Organische Abfälle einer Brauerei 
Organische Abfälle einer Brauerei